Tierkrankenversicherung & Tierambulanz

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Ob man eine Krankenversicherung für’s Tier für überzogen finden mag oder nicht, muss jeder für sich selbst wissen. Aus eigener sowie aus dritter Erfahrung heraus, kann ich es jedem nur empfehlen, sein Tier rechtzeitig abzusichern und sich dadurch selbst jede Menge Stress, Ärger, Probleme, Sorgen und Ängste zu ersparen.

blog_0653Zugegeben: mehr aus Bequemlichkeit und der Denke an die zusätzlichen, monatlichen Kosten schob ich es gut zwei Jahre vor mir her, mich überhaupt in Richtung Vollversicherung zu informieren.

Für meinen ehemaligen Seniorkater (in Wohnungshaltung) hatte ich eine OP-Versicherung abgeschlossen, aber nie gebraucht.

Von dem her betrachtete ich auch eine Kranken- und / oder OP-Versicherung für Gino erst mal für raus geschmissenes Geld.

Außerdem und überhaupt: Man passt ja schließlich auf sein Tier auf, damit ihm nichts passieren kann!Und die “paar Mal”, die man (wenn überhaupt) zum Tierarzt muss, lassen sich doch “locker” aus der eigenen Tasche zahlen! Von wegen!



blog_7088Auch immer mal passierende, unkalkulierbare, kleine Verletzungen können ganz schön ins Geld gehen, sodass ich in relativ kurzer Zeit läuterte und für Gino die Vollversicherung (inkl. vergünstigte Haftpflicht) bei der AGILA abschloss, um für das Gröbste gewappnet zu sein.

Die üblichen Basics wie Impfung und Wurmkur halte ich für überschaubar und werden von mir extra getragen.

Die Erkenntnis und Erleichterung, wie schnell sich so eine Tierkrankenversicherung ausbezahlt, ließen (leider) nicht lange auf sich warten:

Im Sommer 2009 wurde Gino als herzkrank diagnostiziert, wodurch ab sofort jeden Monat ca. € 70,- für Medikamente sowie alle paar Monate über € 100,- für Nachuntersuchungen fällig wurden, von den sonstigen Vorkommnissen mal ganz abgesehen.

blog-pandaAls er sich dann ein Jahr später beim Massieren am Rücken schmerzhaft zeigte, musste ich (zum Glück) nicht mehr lange überlegen und konnte ihn “mal eben so” ins CT schieben lassen, um die Ursache(n) abzuklären.

Sei es ein einfacher, grippaler Infekt, eine Augenentzündung, eine Pyodermie, eine zweigeteilte Daumenkralle, Entfernung von Zahnstein, Gastritis-Behandlung, eine Endoskopie, Laboruntersuchungen von Kot bzw. Gewebeproben oder irgendeine OP: ohne den Gesundheitspass der Agila, würde ich wohl jedes Mal schwer schlucken und vielleicht auch dreimal überlegen, ob und welche Maßnahme wirklich sein muss, resp. finanziert werden kann.



blog--waldWie schnell man in “erweiterte”, finanzielle Schwierigkeiten gerät, durfte ich Anfang 2011 miterleben: noch vor Einzug des Hundewelpens, mit Engelszungen auf einen Bekannten eingeredet, die Tierkrankenversicherung abzuschließen, erhielt ich eines Abends einen Anruf von ihm, dass sein Hund unter ein Auto geraten war und nun eine OP in Höhe von ca. € 600,- ansteht, zzgl. die Kosten für Nachbehandlung etc. und er am Überlegen sei, den Unfallgegner dafür zur Verantwortung zu ziehen, weil man dieses Geld “natürlich” (auch) nicht hätte.

Ich konnte nur noch den Kopf schütteln und versuchte erst gar nicht, auch nur annähernd Verständnis für seine Situation zu heucheln.

Mit Abschluss der Tierkrankenversicherung gilt für ambulante Sachen eine 3-monatige Wartezeit, Behandlungen durch Unfall werden sofort übernommen. – Zu diesem Zeitpunkt hätte mein Bekannter lediglich ca. € 120,- einbezahlt…

blog5112011014Dem ach so hochentwickelten, “über Alles stehenden” Lebewesen Mensch geschieht es m.M.n. zeitweise mehr als recht, auf den Boden der Tatsachen zurück geholt zu werden.

Alljährlich werden Milliarden mit dem Wirtschaftsfaktor Tier umgesetzt, aber nicht etwa und hauptsächlich in dessen gesundheitliche Absicherung.

Nein, Billighunde vom Vermehrer, Rassemodelle, Mäntelchen, Schühchen, Taschen zum ständigen rumtragen, Halsbänder mit dicken Klunkern dran, megastylisches Zubehör etc. pp. “müssen” es sein, damit es “gut aussieht” und man als Mensch “was hermachen” kann.

Sehr gerne wird sich auch mit den Kosten für Kinder “heraus geredet”, warum man sein Tier “nicht auch noch” versichern kann. Passiert dann etwas, ist das Geheule und Gebettel groß.

blog_0073Als zusätzliche Absicherung zur Tierkrankenversicherung bei der AGILA, bin ich (“großes”) Fördermitglied unserer regionalen Tierrettung LV Südbaden e.V., wodurch wir 1x im Jahr “einen Schuss frei” haben.

Das heißt: benötigen wir aufgrund eines Unfalls oder einer plötzlichen Erkrankung die Tierrettung, ist dieser Einsatz für uns im Mitgliedsbeitrag inbegriffen.

Doppelt genäht, hält besser! Und wenn damit sogar noch eine gemeinnützige Einrichtung unterstützt wird… ;o)

*in diesem Sinn*
eure Sandra

Kommentare (1) -

Sarah Recktenwald said:
Sehr schöner Beitrag. Also bei meinem kleinen Hündchen ist mir alles Geld der Welt egal, Hauptsache ihr gehts gut. Smile Eine Versicherung habe ich mir noch gar nicht durch den Kopf gehen lassen. Werde mir aber jetzt wahrscheinlich eine zulegen für den Fall der Fälle. Dankeschön. Smile

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