Die Wildtierhilfe Bio-Top e.V. in Volkertshausen (Hegau)

by Sandra 9. April 2013 22:32
Tierschutz mit Hirn und Herz und für “das Außergewöhnliche” gefällig? Hört man Tierschutz, kommen den Meisten Hunde und Katzen (dem Ausmaß einer Epidemie gleichsetzbar aus dem Ausland reingekarrt) in den Kopf… Doch wie steht es eigentlich mit der Lobby für unsere eigenen Wildtiere?!? Auch wenn meine Hilfe Igel Freitag im Februar 2009 keine Überlebenspunkte brachte, so bin ich mir der Notwendigkeit des Wildtierschutzes doch sehr bewusst. Dass es mich diesmal mit “Federvieh” traf, verdanke ich meinen Nachbarn, die heute Abend bei mir vor der Wohnung standen und aufgrund ihrer zwei Katzen nicht so recht wussten, wohin mit dem, am Rand der Bundesstraße zwischen Engen und Bargen gefundenen Federzwerg. Mit Schnabelträger eigentlich nicht so wirklich bewandert, fiel mir erst nichts Besseres ein, als in der nächstgelegenen Tierarztpraxis anzurufen: Niemand mehr dort und die Tierärztin, die ich in der Leitung hatte (die mir auch schon bei Freitag geholfen hatte), war unterwegs, sodass ich den Findling auch nicht zu ihr nachhause bringen konnte (als ehemaliger Hermes-Bote kennt man “seine” Leute…). Als Alternative schien mir zu bleiben, den Buchfink in seinem Karton zu lassen, Wasser dazu zu stellen, Deckel zu zu machen und ihn morgen früh, auf dem Weg zur Arbeit, an der Hintertür der TA-Praxis zu parken, dass man sich gleich um ihn kümmern konnte, sowie die Praxis öffnete. Ok, wäre eine Möglichkeit, auch wenn sie mir bereits ab der ersten Sekunde etwas Magenschmerzen bereitete. Schließlich fiel mir eine Bekannte ein, die eine private Sittich-Hilfe unterhielt und deren Flieger ich im Rahmen meines mobilen Tiersittings gelegentlich betreue. Auch für Tina ist Wildtierpflege eine heikle Angelegenheit. Bei nur wenig und selbst mit durchschnittlichem Wissen ist es schier unmöglich, die modernen Dinosaurier über die erste Nacht zu bringen. Tina gab mir die Nummer einer Wildtierpflegestation in Volkertshausen (bei mir ums Eck), zu der ich auch gleich kommen konnte. Das erste Kennenlernen mit Yvonne und Ines war zeitlich zu begrenzt, als dass ich jetzt viel über die Wildtierpflegestation in Volkertshausen erzählen könnte. – Eigentlich ja ein Must-do, wenn es um einen meiner Blogeinträge geht. Während ich für den Piepmatz von jetzt auf gleich meinen PC und Alles, womit ich mich gerade beschäftigte, “im Stich” gelassen hatte, scheuchten wir (der Vogel und ich) Yvonne und Ines von ihrem wohlverdienten Abendessen vom Tisch. :o) Wir werden uns also sicher nochmal zusammen setzen, denn dass diese Wildtierhilfe jede Art von Unterstützung verdient (und braucht) die machbar ist, steht außer jeder Frage! Bis zum nächsten Blogeintrag über Bio-Top e.V. vergehen nun zwar ein paar Tage, aber bis dahin könnt auch ihr euch Gedanken darüber machen, ob und wie ihr helfen könnt / wollt: neben Sach- und Geldspenden, werden dringend ehrenamtliche Helfer gesucht, die tatkräftig mitanpacken. Bitte denkt bei allem Helfen wollen daran: Die Tiere befinden sich bereits im Stressmodus, sodass ihnen in keinster Weise damit geholfen ist, wenn hyper-emotionale Tierfreunde es nur gut meinen! Um wirklich effizient zu helfen, müsst ihr einen klaren Verstand an den Tag und euer “vor lauter Tierliebe überschäumendes Herz” mal beiseite legen können! Als Autofahrer sollte man momentan besonders aufmerksam sein: nicht nur Rehe & Co. kommen aus Waldstücken gelaufen, derzeit sitzen zahlreiche, vom Weitstreckenflug erschöpfte und hungrige Zugvögel am Straßenrand. Auf ihrer verzweifelten Suche nach Futter, fliegen sie vermehrt in fahrende Autos. Dass der Winter hier noch nicht ganz vorbei ist, hatte ihnen niemand vor Abflug im Winterquartier mitgeteilt und gegen den Instinkt kommt man nun mal nicht an. Auch die Kraft zur Flucht vor Freigängerkatzen ist den gebeutelten Tieren momentan alles andere als garantiert. Bis sich der Frühling endlich entschließt, länger als nur ein paar Tage zu bleiben und nicht ständig wieder dem sch*** Frost Platz macht: Füttert die Wildvögel bitte noch eine Zeit lang weiter, damit sie schneller wieder zu Kräften kommen können! Wer keine Wildtierauffangstation in seiner Nähe hat, kann einen Findling auch zur nächsten Tierarztpraxis bringen. – Rein von seiner / ihrer Berufsordnung her ist er / sie verpflichtet, dem Tier erste Hilfe zu leisten! Viele Tierärzte werden sich aber vermutlich davor zu drücken versuchen, indem sie erklären, dass man Nichts tun könnte oder müsste … Das stimmt so nicht! Tierärzte / Tierärztinnen, die sich weigern, einem aufgefundenen, wirklich hilfsbedürftigen Wildtier zu helfen, scheuen nicht nur die Arbeit, sondern vor allem die “Abrechnungsmodalitäten”: die Versorgung von Wildtieren wird vom Bund bezahlt und dass diese nicht so üppig ausfällt, wie die Rechnung für einen normalen Haustierhalter, dürfte jedem klar sein. … Damit Wildtierauffangstationen gesicherten Tierschutz im eigenen Land machen können, unterstützt sie bitte! Mit Sach- und Geldspenden sowie ehrenamtlichen Engagement vor Ort. Um die Arbeit von Bio-Top e.V. mit Geldspenden zu unterstützen, stehen folgende Spenden-konten zur Verfügung: für Deutschland: Sparkasse Bodensee * Kto.-Nr. 24710154 * BLZ 690 500 01 Sparkasse Dieburg * Konto 5000 5800 * BLZ 508 52 651 für die Schweiz: Raiffeisenbank Amriswil BC 81373 - PC 85-799-4 Konto 30699.82 Um seine tatkräftige Unterstützung und Sachspenden anzubieten, setzt euch bitte mit der Wildtierauffangstation in Volkertshausen direkt in Verbindung: Tel.: +49 (0)7774 / 9390703 Fax: +49 (0)7774 / 9390704 Mobil: +49 (0)162 / 6288015 Notfall-Nr.: +49 (0)177 / 3934075 Vielen Dank! *in diesem Sinn* eure Sandra  Nachtrag, 21.04.: Da in absehbarer Zeit wieder jede Menge aus dem Nest gefallene Jungvögel in den Auffangstationen zu erwarten sind, kann mit folgenden, für jeden Einzelnen machbaren, kleinen Dingen große Hilfe geleistet werden: Um die Nestlinge warm und weich zu polstern, leisten Schnipsel von Küchentücher gute Dienste.  Die Auffangstationen benötigen in der Nestling-Hochsaison müllsäckeweise diese Zellstoff-Schnipsel, welche ganz einfach neben dem fernsehen oder in gemütlicher Plauschrunde “gebastelt” werden können. Auch Kinder lassen sich nicht nur ziemlich leicht motivieren, sondern gleichzeitig sinnvoll beschäftigen, wenn es darum geht, etwas für Tiere zu tun. ;)  Außerdem: fertig gelesene Tages- und Wochenzeitungen bitte nicht mehr in die Blaue Tonne geben, sondern sammeln und zur nächsten Pflegestation bringen.

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